Die Baumarten
Die Nordmanntanne (Abies nordmanniana) oder Edeltanne benötigt 12-15 Jahre, um Zimmerhöhe zu erreichen; deshalb ist sie mit Abstand der teuerste Baum. Sie ist keine heimische Baumart, sondern stammt aus dem Kaukasus und wird in unseren Breiten nur für Weihnachtsbaumzwecke angebaut. Sie zeichnet sich vor allem durch ihre hohe Nadelfestigkeit aus, d. h. selbst in beheizten Räumen hält sie sehr lange. Sie hat weiche, glänzend-tiefgrüne, nicht stechende Nadeln und eine gleichmäßige Wuchsform.
Die Rotfichte (Picea rubens) ist der preiswerteste Weihnachtsbaum, hat aber von allen Arten die geringste Haltbarkeit, denn sie nadelt in warmen Räumen schon nach wenigen Tagen, weshalb sie erst kurz vor dem Fest frisch geschlagen werden sollte. Sie hat dunkelgrüne, nur mäßig stechende Nadeln. Die dicht stehenden Zweige sind leicht nach oben gewachsen.
Die Douglasie (Pseudotsuga menziesii) stammt aus dem Bereich der pazifischen Küste Nordamerikas und wurde im 19. Jahrhundert in Mitteleuropa heimisch gemacht. Sie hat weiche, dünne Nadeln, die einen intensiven Zitrus-Duft verströmen, dünne, biegsame Zweige und ist deshalb nur für leichten Baumschmuck geeignet. Ihre Haltbarkeit ist etwa mit der der Blaufichte zu vergleichen, preislich ist sie etwas günstiger als diese.
Die Blaufichte (Picea pungens) stammt u.a. aus Nordamerika. Wie der Name schon sagt, weist sie einen großen "Blauanteil" auf. Das ist ein Schimmer auf den Baumnadeln, dessen Intensität aber nicht nur vom Typ selbst, sondern auch von der Witterung abhängig ist. Sie hat eine mittlere Haltbarkeit, liegt im Preissegment etwas über der Rotfichte, ist ein Klassiker unter den Weihnachtsbäumen und wird im Volksmund oft fälschlicherweise auch „Edeltanne“ genannt. Aufgrund ihrer starken, gleichmäßig etagenförmig gewachsenen Äste ist sie besonders für schweren Baumschmuck und für echte Kerzen geeignet. Sie hat grüne, blaugrüne oder stahlblaue stark stechende Nadeln, die stark stechen und toll nach Wald duften. Die Blautanne ist identisch mit der Blaufichte, aber ihre Nadelfestigkeit ist größer.
Die Edeltanne (Abies nobilis bzw. A.procera) liegt etwa auf dem gleichen Preisniveau wie die Nordmanntanne stammt sie aus Nordamerika, ist aber noch haltbarer. Sie hat weiche, blaugrüne Nadeln, die äußerst intensiv (nach Orangen) duften und etagenförmig angeordnete Zweige. Ihren Geruch kann man noch intensivieren, wenn die am Stamm befindlichen Harztaschen (kleine Beulen) mit einer Nadel angepiekst werden.
Eine Weißtanne (Abies alba) sollte man aus ökologischen Gründen nicht kaufen. Der heimische Baum mit dunkelgrünen, glänzenden, nicht stechenden Nadeln steht nämlich auf der Roten Liste der bedrohten Pflanzenarten.
Quelle: zauber-pflanzen.de
Der Weihnachtsbaum: Brauchtum und Geschichte.
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