In der Vergangenheit gehörte Hafer in Form von Hafergrütze zu den am meisten verzehrten Lebensmitteln. Wie der Infodienst Ernährung berichtet verlor er an Bedeutung, nachdem die Brotgetreidepreise sanken und die Menschen mehr Brot aßen.
Anbau
Hafer gehört zu den Süßgräsern und reift in Rispen. Mehr als 30 verschiedene Haferarten sind verbreitet. Der wichtigste Vertreter ist jedoch der Saathafer oder Gemeiner Hafer. Zu den Hauptanbaugebiete zählen die feucht-kühl gemäßigten Breiten Europas und Nordamerikas sowie Australien und Neuseeland.
Verwendung
Ein Großteil der Haferernte wird zur Fütterung von Pferden und Geflügel verwendet. Nur ein kleiner Teil dient der menschlichen Ernährung. Da Hafer nur einen geringen Glutengehalt besitzt, eignet er sich weniger zur Brotherstellung, sondern wird vielmehr zu Hafererzeugnissen wie Haferflocken, -grütze, -mehl, -kleie oder -knusperprodukten verarbeitet. Großblättrige Haferflocken werden u.a. als Frühstücksgetreide verzehrt und sind aus Müslimischungen kaum wegzudenken. Kleinblättrige Haferflocken eigenen sich aufgrund ihrer feineren Struktur auch gut zur Bereitung von Gebäck und Aufläufen.
Wichtige Inhaltsstoffe
Hafer ist ein Getreide das sich in der Zusammensetzung seiner Nährstoffe in einigen Punkten von anderen Getreidearten abhebt. So ist der Gehalt an Eisen und Magnesium sehr hoch und bei den Vitaminen der Anteil an Vitamin K und Biotin. Daneben weist Hafer einen hohen Fettgehalt auf, der sich durch die günstige Zusammensetzung der Fettsäuren auszeichnet. Auch zur Behandlung von Magen-Darm-Erkrankungen eignet sich Hafer, denn er enthält Lichenin, ein Kohlenhydrat das Schleim bildet.
Quelle: Infodienst Ernährung, LEL Schwäbisch Gmünd, www.ernaehrung-bw.info