Die herausragende Bedeutung von Gemüse in unserer Ernährung ist unbestritten. Hohe Gehalte an Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen, Ballaststoffen und sekundären Pflanzeninhaltstoffen bedingen dies. Zu den Vitaminen gehört die Folsäure. Sie erfüllt wichtige Aufgaben im Eiweißstoffwechsel und spielt somit eine maßgebliche Rolle bei sämtlichen Wachstums- und Entwicklungsprozessen, so auch bei der Embryonalentwicklung in der Schwangerschaft. Das Vitamin ist für die Neubildung von Zellen unerlässlich und wirkt zusammen mit Vitamin B12 bei der Bildung der roten Blutkörperchen im Knochenmark mit. Gemüse mit hohen Folsäuregehalten sind Brokkoli, Tomaten, Fenchel oder Spinat.

Spinat

Der Spinat stellt ein besonders wertvolles Gemüse dar. Als erstes Freilandgemüse der Saison liefert es viel Vitamine, hohe Folsäuregehalte, aber auch Vitamin B6, Biotin, Vitamin C und Provitamin A. Spinat beinhaltet viele Mineralien und Spurenelemente sowie einen hohen Anteil an gesundheitsfördernden sekundären Pflanzeninhaltstoffen. Mehr Informationen vom Infodienst Ernährung der Landwirtschaftsverwaltung in Baden Württemberg:

Geschmack: Mit der Jahreszeit ändert sich das Aroma von Spinat. Frühlingsspinat schmeckt zart und eignet sich gut als Rohkost. Die späteren Sorten schmecken deutlich herber.

Einkauf und Lagerung: Frischer Spinat ohne Blütenstände lässt sich am besten in ein feuchtes Tuch gewickelt im Kühlschrank lagern. So gelagert bleibt er 2 Tage frisch.

Verwendung: Wie Mangold ist Spinat eine nährstoffreiche Beilage für Eier-, Fisch- oder Fleischgerichte und ergänzt pikante Aufläufe und Gemüsekuchen optimal. Unverzichtbar ist Spinat auch in den traditionell schwäbischen Maultaschen. Spinat sollte möglichst nicht lange warmgehalten werden, da der Nitratgehalt durch diesen Vorgang ansteigt.

Nährstoffe: B-Vitamine, Betakarotin, Vitamin K und C, Kalium, Calcium, Magnesium und Eisen sind im Spinat in großen Mengen enthalten. Der Nitratgehalt von Spinat lässt sich durch umsichtige Verarbeitung so niedrig halten, dass er bedenkenlos von Groß und Klein verzehrt werden kann.

Tipp: Spinat gehört zu den purinreichen Lebensmitteln und sollte von Personen mit Gicht und hohen Harnsäurewerten deswegen möglichst nicht verzehrt werden

Radieschen

Ein weiterer Frühjahrsbote sind die Radieschen. Aus dem Freiland kommen sie herzhaft knackig auf den Tisch. Mit zunehmenden Temperaturen nehmen sie dann an Schärfe zu, bedingt durch ihren typischen Gehalt an Senfölen (Glucosinolaten). Den Glucosinolaten wird eine antimikrobielle, krebshemmende und cholesterinhemmende Wirkung zugesprochen. Zusammenfassend über Radieschen berichtet der Infodienst Ernährung der Landwirtschaftsverwaltung in Baden Württemberg:

Als leuchtend rote Knolle sind Radieschen am besten bekannt, es gibt jedoch auch eiförmige, längliche, weiße, rote oder violette Sorten des Sommergemüses.

Geschmack: würzig, scharf

Einkauf und Lagerung: Frische Radieschen erkennen Sie an der knackigen Konsistenz. Sie lassen sich nur einige Tage im Kühlschrank aufbewahren, da sie schnell welk werden.

Verwendung: Besonders beliebt sind Radieschen als Rohkost, denn sie verlieren während des Kochvorgangs an Farbe und Aroma. Auch die frischen Blätter lassen sich zum Würzen von Suppen oder Saucen verwenden.

Nährstoffe: Radieschen enthalten größere Konzentrationen an Vitamin C, Kalium, Eisen und Kupfer. Außerdem finden sich in Radieschen Glucosinolate, denen eine krebsvorbeugende Wirkung zugeschrieben wird.

Tipp: Entfernen Sie das Laub von der Knolle, waschen Sie diese gründlich und bewahren Sie die Radieschen noch feucht in einem Plastikbeutel oder einem verschließbaren Gefäß auf. So bleiben die Radieschen länger frisch.

Quelle: Infodienst Ernährung, LEL Schwäbisch Gmünd, www.ernaehrung-bw.info